Tanz und Politik: Kurt Jooss. Tanz als Bekenntnis

 

 

Tanz und Politik: Kurt Jooss. Tanz als Bekenntnis
Annette von Wangenheim, BRD 2001

Digital, 60 Min.

Der Tänzer, Tanzpädagoge und Choreograf Kurt Jooss zählt zu den Wegbereitern des deutschen Tanztheaters. Er gehörte 1927 zu den Gründern der Folkwangschule Essen, richtete dort die Fachabteilung Tanz und eine freie Experimentalgruppe ein: das Folkwang Tanztheater-Studio. 1933 weigerte er sich öffentlich, sich von seinen jüdischen Mitarbeitern zu trennen und verließ Deutschland. England wurde seine neue Heimat und Basis seiner Arbeit.
Diese Hommage an Kurt Jooss ist die bisher umfassendste Filmdarstellung seines Lebens und Werks. Film-, Video- und Fotomaterial lassen 100 Jahre Tanzgeschichte lebendig werden. Ausschnitte der bedeutendsten Jooss-Ballette sind zu sehen sowie Sequenzen mit seinen berühmtesten Schülerinnen Pina Bausch und Birgit Cullberg. Unbekanntes Amateur-Filmmaterial aus den 30er und 40er Jahren gibt Einblick in die Zeit der legendären „Ballets Jooss" - neu gedrehte Szenen verfolgen die Spuren des Schaffens von Kurt Jooss bis heute.

 

Der Grüne Tisch. Ein Totentanz in acht Bildern

Thomas Grimm, BRD 2000

Es tanzt: The Joffrey Ballet of Chicago

Digital, 37 Min.

Mit „Der Grüne Tisch" gewann Kurt Jooss im Jahr 1932 den 1. Preis auf dem ersten internationalen Wettbewerb für Choreografie in Paris. Sein Anti-Kriegsballett machte ihn schlagartig berühmt und wird bis heute von den namhaftesten Compagnien weltweit aufgeführt.

 

Regisseurin Annette von Wangenheim ist zur Vorführung anwesend; sie führt in die Thematik des Abends ein und steht im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung.

 

Eine Veranstaltung der Volkshochschule und der Kinemathek Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem WDR im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 2017.