Tanz unterm Hakenkreuz

Deutschland 2003, Annette von Wangenheim
Digital, 60 Min.

 

 

Als am 30. Januar 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, hatte dies auch für die Tanzkunst verheerende  Folgen. Die Dokumentation Tanz unterm Hakenkreuz stellt Tänzerschicksale und die Tanzästhetik der NS-Zeit im historisch-politischen Kontext dar. Dabei werden Karrieren berühmter Künstler/innen beleuchtet wie Mary Wigman, Harald Kreutzberg oder Gret Palucca sowie Brüche und Widersprüche ihres Werkes und der NS-Tanzpolitik aufgedeckt. Drei Zeitzeuginnen - Julia Marcus, Lilian Karina und Gyp Schlicht -  geben mit ihren Erinnerungen Einblick in den politischen und tänzerischen Alltag. Sie vermitteln, eingebettet in eine Fülle von Ausschnitten historischer Tanzfilme, Fotos und Dokumenten, den politischen Stellenwert, den der Tanz für die Machthaber hatte. Und sie regen dazu an, über die unterschiedlichsten Verbindungen von Tanz und Politik auch heute nachzudenken.

 

Annette von Wangenheim führt mit einem Vortrag in die Thematik des Abends ein und steht im Anschluss an die Vorführung zur Diskussion zur Verfügung.  


 

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Karlsruhe und dem WDR