Zwei Tage, eine Nacht

Deux jours, une nuit
Frankreich/Belgien 2014, Jean-Pierre und Luc Dardenne
mit Marion Cotillard, Fabrizio Rongione, Pili Groyne. Digital, 95 Min., dt.Untertitel

 

 

Nach einem Krankheitsausfall möchte Sandra an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Da erfährt sie von ihrer Freundin Juliette, dass ihr Chef gerade die Kollegen vor eine Wahl gestellt hat: Weil Sandras Ausfall durch extra prämierte Überstunden gemeinsam kompensiert werden konnte, könne man doch ihre Stelle gleich ganz streichen und dafür die Prämie weiterhin zahlen. 14 der 16 Kollegen konnten diesem Angebot nicht widerstehen, es wurde allerdings Druck auf sie ausgeübt. Mit einiger Mühe kann Sandra ihrem Chef eine Wiederholung der Abstimmung am nächsten Montagmorgen abtrotzen. Nun hat sie ein Wochenende – zwei Tage und eine Nacht – Zeit, ihre Kollegen umzustimmen und um ihren Arbeitsplatz zu kämpfen. Die psychisch labile Frau zieht in einen unfreiwilligen Feldzug gegen die Entsolidarisierung der Gesellschaft. Meisterhaft gelingt es den Dardennes, ein soziales Panorama vor dem Zuschauer auszubreiten. (nach: Ulrich Kriest, film-dienst 22/14)

 

In Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Karlsruhe