Workers

Mexiko 2013, José Luis Valle
mit Jesus Padilla, Susana Salazar, Bárbara Perrín. Digital, 120 Min., dt.UT

 

 

Nach 30 Jahren Arbeit in einer Glühbirnenfabrik freut sich Rafael auf die Rente. Am letzten Tag macht ihm sein Vorgesetzter einen Strich durch die Rechnung: Rafael habe keinen Rentenanspruch, weil er aus El Salvador stamme und illegal in Mexiko sei. Er muss weiter arbeiten. Doch der zurückhaltende Mann rächt sich auf seine eigene subtile Art. Auch Lidia muss hart arbeiten. Seit mehr als 30 Jahren ist sie die Hausangestellte einer reicher Mexikanerin, die jetzt im Rollstuhl sitzt. Als sie stirbt, vermacht sie ihr Vermögen ihrer geliebten Hündin. Erst wenn das Tier eines natürlichen Todes gestorben ist, soll der Besitz an die Angestellten gehen. Da wird auch Lidia kreativ. Zwei Leben in Tijuana an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, betrachtet mit der Geduld eines Insektenforschers. Der Erstling des mexikanischen Regisseurs José Luis Valle lehrt die Zuschauer Bilder lesen und geniessen. Er lebt von den Feinheiten, aus denen heraus sich die Dinge allmählich erschließen, die humorvoll sind und gleichzeitig auch das ganze menschliche Drama offenbaren. Man wünscht dem Film ein Publikum, das wieder einmal in Ruhe schauen und staunen möchte. (nach: Walter Ruggle, trigon-film)