Fünf Tage ohne Nora

Cinco días sin Nora
Mexiko 2009, Mariana Chenillo
mit Fernando Luján, Ari Brickman, Enrique Arreola. 35mm, 92 Min., dt.UT

 

 

Es ist lange her, dass sich Nora und José einmal geliebt haben. Sie sind seit 20 Jahren geschieden, wohnen aber in gegenüberliegenden Häusern in einer Straße in Mexiko-City. Eine Tages findet José seine Ex-Frau tot in ihrem Bett, ihr fünfzehnter Selbstmordversuch war offensichtlich erfolgreich. Außerdem hat sie verfügt, dass José ihr Begräbnis organisieren soll. Das erweist sich allerdings als nicht ganz einfach, da Nora eine gläubige Jüdin war und wegen des bevorstehenden Pessach-Festes und des anschließenden Sabbat keine Beerdigungen stattfinden dürfen. Also muss José, selbst ein überzeugter Atheist, fünf Tage mit der auf Trockeneis gelegten Toten verbringen. In der Zwischenzeit geben sich in der Wohnung alle möglichen Leute die Klinke in die Hand: der gemeinsame Sohn mit Familie, die katholische Haushälterin, der Rabbi, der Familienarzt, eine kurzsichtige Tante und diverse Sarganlieferer. Mit ihrem Spielfilmdebüt ist Mariana Chenillo eine schwarze Komödie gelungen, die auf eigenen Familienerlebnissen beruht und für die sie auf zahlreichen Festivals als Entdeckung gefeiert wurde.