La Zona

Mexiko/Spanien 2007, Rodrigo Plá
mit Daniel G. Cacho, Maribel Verdú, Carlos Bardem. 35mm, 95 Min., dt.UT

 

 

Mitten in den Slums von Mexiko-Stadt liegt La Zona, ein fiktives Luxus-Ghetto für die Wohlhabenden, abgeschirmt von Starkstromzäunen, Stacheldraht und Wachmännern. Während eines Gewitters kommt es zu einem Kurzschluss, der die Stromversorgung zum Erliegen bringt. Für einen kurzen Moment steht die Tür in die Zone offen. Drei Jugendliche aus dem benachbarten Elendsviertel gelangen so auf das verbotene Gelände und brechen in ein Haus ein. Als man sie entdeckt, werden zwei von ihnen erschossen. Nur Miguel gelingt die Flucht, aber jetzt funktioniert der Strom wieder und er kann das Villenviertel nicht mehr verlassen. Die Bewohner verzichten auf die Polizei und bilden stattdessen eine Bürgerwehr, die nun gnadenlos Jagd macht auf den Flüchtigen. Rodrigo Plá gelingt es in seinem Spielfilmdebüt mit den Spannungselementen des Thrillers ein düsteres, soziales Drama zu erzählen. Er zeichnet das Zerrbild einer Klassengesellschaft, in der sich Reichtum nicht nur materiell manifestiert, sondern auch darin, über Recht und Gesetz zu bestimmen.