Lola

Philippinen/Frankreich 2009, Brillante Mendoza
mit Anita Linda, Rustica Carpio, Tanya Gomez. 35mm, 110 Min., Filipino, Tagalog, Französisch/dt.Untertitel

 

 

In Tagalog, der auf den Philippinen am stärksten verbreiteten Sprache, bedeutet „Lola“ soviel wie „Großmutter“. Der Film spielt in den Slums von Manila, wo ein Mann bei einem Raubüberfall erstochen wurde. Die Großmutter des Opfers versucht das Geld für eine würdige Beerdigung aufzutreiben. Gleichzeitig setzt die Großmutter des Täters, die in ähnlich desolaten Verhältnissen lebt, alles daran, Geld für eine außergerichtliche Einigung mit der Familie des Opfers zu organisieren. Mendoza folgt den beiden alten Frauen und lässt den Zuschauer fast körperlich die Mühen ihres Alltags spüren. Er gibt einen Einblick in eine Welt, in der Kategorien wie Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne angesichts existenzieller Not ihren Sinn zu verlieren drohen.

 

In Zusammenarbeit mit den Evangelischen Frauen in Baden anlässlich des Weltgebetstags, der 2017 den Philippinen gewidmet ist.

 

Im Anschluss an die Vorführung am 23.2. besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Ute Niethammer, Pfarrerin.