Neun Leben hat die Katze

BRD 1968, Ulla Stöckl
mit Liane Hielscher, Marie Philippine, Jürgen Arndt. Digital, 92 Min.

 

 

München im Sommer 1967. Die Journalistin Katharina erhält Besuch von ihrer französischen Freundin Anne. Sie unternehmen Ausflüge, besuchen Cafés, Bekannte und Parties. Dabei erkunden sie in Gesprächen die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft. Der essayistische Spielfilm stellt fünf Frauentypen ins Zentrum der episodischen Handlung: die noch nicht verheiratete berufstätige Frau, die Geschiedene, die sich um die Zukunft sorgt, die Karrierefrau, die Betrogene und eine „Traumfrau“.

Ulla Stöckl 1968 über den Film, ihrer Abschlussarbeit an der Ulmer Hochschule für Gestaltung: „Nie hatten Frauen so viele Möglichkeiten, ihr Leben einzurichten, wie sie es wollen. Aber jetzt müssen sie überhaupt erst lernen, dass sie etwas wollen können.“ NEUN LEBEN HAT DIE KATZE bleibt bis heute eine Pioniertat und gilt als erster feministischer Film der Bundesrepublik. Der in Technicolor gedrehte Film wurde aus Anlass des 70. Geburtstags der Regisseurin von der Deutschen Kinemathek aufwendig restauriert und war eine der großen Entdeckungen der diesjährigen Berlinale.