Liebe ist kälter als der Tod

BRD 1969, Rainer Werner Fassbinder
mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, RWF, Hans Hirschmu?ller. 35mm, 88 Min.

 

 

Die frühen Filme Fassbinders entwickelten sich aus den kollektiven Erfahrungen seiner Theaterarbeit. Die langen, ungeschnittenen Einstellungen und die tableauartige Bildgestaltung waren noch stark davon geprägt. Ein sehr knappes Budget erzwang außerdem, dass der technische Apparat und die Ausstattung auf ein Minimum beschränkt werden mussten. Eine Reduktion, die eine ganz eigene Ästhetik hervorbrachte, die den zeitgenössischen Kinovorstellungen radikal widersprach. Inhaltlich ließ sich Fassbinder von den Genremustern französischer und amerikanischer Gangsterfilme inspirieren.

Der kleine Zuhälter Franz weigert sich, einem Verbrecher-Syndikat beizutreten. Daraufhin setzt man den schönen Killer Bruno auf ihn und seine Freundin Joanna an. Der begeht einige Morde, die Franz angelastet werden. In der Widmung seines Films nannte Fassbinder einige seiner damaligen Vorbilder: Claude Chabrol, Eric Rohmer und Jean-Marie Straub.