Ich will mich nicht künstlich aufregen

Deutschland 2014, Max Linz
mit Sarah Ralfs, Pushpendra Singh, Hannelore Hoger. Digital, 84 Min.

 

 

Der Film spielt in einer von allen Nebensächlichkeiten befreiten „Berliner Republik“. Es geht um Kunstproduktion, Kreativwirtschaft – insbesondere aber um Film und Kino. Im Zentrum steht Asta, theoriegestählt, tough, bis in die Embleme ihrer Lederjacke gestylt, das gängige Vokabular der Kulturszene perlt ihr elegant von den Lippen. Sie ist eine moderne Kämpferin. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Kuratoren um die Finanzierung ihrer Ausstellung „Das Kino! Die Kunst“, sucht sich Asta internationale Unterstützung bei einem indischen Freund. Irgendwo im Grünen kommt es schließlich zur folgenreichen Begegnung mit ihrer Hauptfeindin, Frau Ober-Kultur-Dezernentin. Der Film ist eine vergnügliche Vivisektion von Verhältnissen der Kulturbranche. Für die „links“ und „rechts“ relevante, aber irgendwie doch überholte Kategorien sind. (nach: Dorothee Wenner, Forum 2014)

Max Linz reflektiert in seinem Abschlussfilm an der DFFB auf sehr originelle Art die aktuellen ökonomischen und politischen Entstehungsbedingungen von Kino. Damit setzt er einen Diskurs fort, der die Filmgeschichte im Grunde immer begleitet hat und der ab den späten 1960er Jahren auch im Neuen Deutschen Film mit einiger Vehemenz geführt wurde.