Sunny Days

Solnetchniye dni
Kasachstan 2011, Nariman Turebayev
mit Inkar Abdrash, Asel Kaliyeva, Yuri Radin. Digital, 100 Min., dt.Untertitel.

 

 

„Dieser hoffnungslos depressive Film bringt einen oft zum Lachen.“ So lautete das eigenwillige Fazit einer Kritikerin nach der Premiere von SUNNY DAYS auf dem Festival von Locarno. Und in der Tat belegt Nariman Turebayevs jüngster Film wie vielfältig das neue kasachische Kino inzwischen ist. Erzählt werden fünf Tage aus dem Leben eines namenlosen Mannes kurz vor seinem 25. Geburtstag. Er ist ein Stoiker, der sich den Glauben an die Zukunft bewahrt hat, obwohl es dafür wenig Gründe gibt. Gas und Wasser sind schon abgestellt, bald droht er wegen Mietschulden aus der Wohnung zu fliegen. Er versucht Geld aufzutreiben, was ihm nicht gelingt. Dann verliert er auch noch seine Papiere und seine Freundin. Das Leben in der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan wird als reichlich absurd geschildert, das ohne Alkohol für die meisten offensichtlich nicht zu ertragen ist. Die lakonische Inszenierung und die Unerschütterlichkeit der Hauptfigur erinnern gelegentlich an die Filme des finnischen Melancholikers Aki Kaurismäki.