My Dog Killer

Môj pes killer
Tschechien/Slowakei 2013, Mira Fornay
mit Adam Michal, Marian Kuruc, Libor Filo. Digital, 90 Min., deutsche Untertitel.

 

 

Der 18-jährige Marek lebt im Niemandsland irgendwo an der Grenze zwischen Tschechien und der Slowakei. Sein Vater baut Wein an, den er am liebsten selber trinkt. Seine Mutter ist mit einem anderen abgehauen. Was Marek bleibt, ist sein Hund, den er gut abgerichtet Killer nennt. Und dann gibt es noch den Boxverein der Skinheads. Auch Marek ist Skinhead, allerdings mehr aus Mangel an Alternativen als aus Überzeugung. Als die Wohnung verkauft werden muss, soll Marek für eine erforderliche Unterschrift die Mutter aufsuchen, die mit einem Rom zusammen einen zweiten Sohn hat. Marek will weder mit ihr noch mit seinen Halbbruder etwas zu tun haben. Rassismus ist in MY DOG KILLER das beherrschende Thema, doch es wäre falsch den Film nur auf die Slowakei und diese Problematik zu begrenzen. Vielmehr zeigt Mira Fornay in ihrem zweiten Spielfilm auf sehr leise und einfühlsame Art das Versagen eines Staates und einer Gesellschaft, in der Menschen inzwischen nichts mehr haben, zu dem sie sich zugehörig fühlen können. (nach: Viennale 2013)

 

Zu der Vorstellung am 21.3. besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Yana Shykhyrina, Leiterin des Projektes „Tasse Tee“, das der Begegnung mit Asylbewerbern aus den Außenstellen der Landesaufnahmestelle dient. Die Initiatorinnen haben sich intensiv mit den Themen Rechtsradikalismus und Antiziganismus in osteuropäischen Ländern beschäftigt.

 

Der Film wird im Rahmen der Wochen gegen Rassismus vorgestellt.