Fremd

Deutschland 2011, Miriam Fassbender
Digital, 93 Min., dt.Untertitel

 

 

Europa ist das Ziel unzähliger meist junger Afrikaner, die ihre Heimat und Familien notgedrungen verlassen, um den dortigen Bedingungen zu entkommen und die Angehörigen unterstützen zu können. In den Ländern Europas werden sie meist nur als anonyme Masse wahrgenommen, vor der es sich zu schützen gilt. Sie als Individuen wahrnehmbar zu machen, war das erklärte Ziel von Miriam Fassbender bei ihrem Dokumentarfilm Fremd. Im Mittelpunkt steht der junge Malier Mohammed, der als ältestes von sieben Kindern Richtung Europa geschickt wird, um seine Familie zu versorgen. Über zwei Jahre begleitet ihn der Film von Schwarzafrika über Algerien und Marokko bis ans Mittelmeer, der großen Barriere. Fassbenders Dokumentation sucht die Beweggründe für die Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten. Sie zeigt ein Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und vor allem von Stillstand und Warten. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.

 

Zu der Vorstellung am 3.5. ist die Regisseurin Miriam Fassbender zu Gast im Kino.

 

Gefördert durch die Filmwerkstatt Hamburg Schleswig-Holstein.