Aloys

Schweiz/Frankreich 2016, Tobias Nölle
mit Georg Friedrich, Tilde von Overbeck, Kamil Krejci. Digital, 91 Min.

 

 

Aloys Adorn teilt mit seinem Vater eine gemeinsame Wohnung und eine Privatdetektei. Nach dem Tod des Vaters muss er nun allein seinen Alltag bewältigen. Pflichtbewusst führt er weiter seine Observationen durch und hält jede Nichtigkeit mit der Kamera fest. Abends schaut er sich dann seine Aufzeichnungen an. Als er eines Tages betrunken im Bus einschläft, werden ihm alle seine Aufnahmen geklaut. Von jetzt an erhält er anonyme Anrufe und plötzlich ist er derjenige, der beobachtet wird. Mit ALOYS ist dem Schweizer Regisseur Tobias Nölle ein überraschendes und vielversprechendes Debüt gelungen. Geschickt lockt er die Zuschauer zunächst auf eine falsche Fährte und lässt seinen Film dann aus der Tristesse des scheinbaren Realismus in die Welt der Imagination kippen. Immer stärker verwebt er die Wirklichkeitsebenen und durchzieht dabei das Geschehen mit einem skurrilen Humor. Letztlich handelt sein Film von zwei einsamen Menschen, die ihr Glück an einem anderen Ort als der Realität suchen.