Fado

Deutschland/Portugal 2016, Jonas Rothlaender
mit Golo Euler, Luise Heyer, Albano Jerónimo. Digital, 100 Min., Deutsch, Englisch, Portugiesisch/dt.UT

 

 

Fabian ist Anfang 30 und arbeitet als Arzt in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses. Das Gesicht einer verunglückten Frau, die er eines Nachts nicht retten kann, erinnert ihn an seine Ex-Freundin Doro. Ihre Beziehung hatte Fabian mit seiner notorischen Eifersucht zerstört. Jetzt lebt sie in Lissabon, wo sie einen Job als Architektin gefunden hat. Kurz entschlossen fährt Fabian ebenfalls in die portugiesische Hauptstadt. Als er Doro dort wieder trifft, weiß sie nicht, was sie davon halten soll, zu schmerzhaft sind ihre Erinnerungen. Es gelingt ihm aber zunächst, sie davon zu überzeugen, dass er aus seinen Fehlern gelernt und vor allem seine Eifersucht in den Griff bekommen hat. Er sucht sich in Lissabon eine Wohnung und einen Job, und allmählich kommen sich Fabian und Doro wieder näher. Doch schon nach der ersten gemeinsamen Nacht kommen Fabians Ängste wieder hoch. In seinem Spielfilmdebüt erzählt Jonas Rothlaender eine Amour fou, die sich zum Albtraum entwickelt. Angesiedelt am Rande Europas, wo der stürmische Atlantik auf das Festland trifft, und in den verwinkelten Gassen des alten Lissabon. Beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis wurde er dafür im Januar als Bester Regisseur ausgezeichnet.