The World of Kanako

Kawaki
Japan 2014, Tetsuya Nakashima
mit Koji Yakusho, Nana Komatsu, Satoshi Tsumabuki. Digital, 118 Min., Japanisch/dt.UT

 

 

Der japanische Regisseur Tetsuya Nakashima ist ein Spezialist für bizarre filmische Alpträume, die den Zuschauern einen Blick in die Abgründe der menschlichen Existenz gestatten. Spätestens mit dem Film GESTÄNDNISSE, einem subtil-fiesen Rachedrama um eine Lehrerin, fand er 2011 auch in unseren Kinos seine Anhänger. Unumstritten waren seine Werke dabei nie. Auch seine jüngste Arbeit löste wegen ihrer expliziten Gewaltdarstellung in Japan einige Diskussionen aus. Im Mittelpunkt steht der Ex-Polizist Akikazu, der als heruntergekommener Supermarktdetektiv mit Hang zum Alkohol sein Dasein fristet. Als seine Tochter Kanako verschwindet, macht er sich auf eine qualvolle Suche, die bald verstörende Enthüllungen bereithält. Denn Kanako war nicht die Musterschülerin, für die sie alle hielten. Sie hat eine verheerende Spur aus Gewalt, Sex und Drogen hinterlassen. Nakashima schickt seinen Helden auf einen bösartigen Selbsterkundungstrip, der direkt in die Hölle führt. Ein hypnotisch-fieberhafter Film wie ihn so nur das asiatische Kino hervorbringt.