Es ist schwer, ein Gott zu sein

Russland 2013, Aleksej German
mit Leonid Yarmolnik, Yuriy Tsurilo, Natalya Moteva. Digital, 170 Min., Russisch/dt.UT

 

 

Obwohl der russische Regisseur und Kinovisionär Aleksej German nur fünf Spielfilme realisieren konnte, stellen ihn manche wegen seiner künstlerischen Integrität auf eine Stufe mit Meistern wie Andrej Tarkowskij und Stanley Kubrick. Die Entstehungsgeschichte seines letzten Films Es ist schwer, ein Gott zu sein zog sich über 24 Jahre, während der fünfjährigen Post-Production verstarb German, das Werk wurde schließlich 2013 von seiner Frau und seinem Sohn beendet. Auf internationalen Festivals wird es seither als sein Opus Magnum gefeiert.

Der Film basiert auf einem Roman der Brüder Strugatzki, die schon die Vorlage für Stalker lieferten. In der Science-Fiction-Geschichte kommt eine Gruppe Historiker auf einen Planeten, der in seiner Entwicklung der Erde 800 Jahre hinterher ist. Sie wollen den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit dokumentieren. Dabei dürfen sie nicht in das Geschehen eingreifen und unter keinen Umständen töten. Doch als in der Stadt Arkanar graue Truppen ein blutiges Pogrom gegen Gelehrte beginnen, nimmt die Geschichte einen völlig unerwarteten Verlauf. German machte daraus einen obsessiven, bildgewaltigen und geradezu monströsen Film. Es ist eine grandiose Vision des Mittelalters, die zum filmischen Vermächtnis dieses großen Regisseurs wurde.